Donnerstag, 29. April 2010

Ubuntu 10.04 LTS

Der Countdown für Ubuntu 10.04 LTS ("Lucid Lynx" - "Heller Luchs") ist heruntergezählt. Am heutigen Abend wurde die finale Version wie angekündigt freigegeben.
Das Upgrade meines Hauptrechners wird noch ein wenig warten müssen. Ich kann mir vorstellen, dass die Server des Ubuntu Projekts in den nächsten Tagen öfter mal an ihrem Limit arbeiten werden.

Auf meinem Dell Mini Notebook läuft die 10.04 Version schon seit einiger Zeit. Ich muss sagen, dass es viele gute Sachen gibt, die einem beim Arbeiten mit der Version erst nach und nach auffallen.

Wer sich für die neue Version interessiert, kann sich die Ubuntu Tour auf dem Bildschirm anschauen, in der das System in Grundzügen vorgestellt wird oder auf den Lucid Lynx Seiten im Wiki von ubuntuusers.de vorbeischauen.

Während ich diesen Blogeintrag schreibe, konnte man auf Twitter-Timeline von UbuntuOne lesen, dass es neue Funktionen für UbuntuOne gibt.

Eine dieser neuen Funktionen ist mir aufgefallen und meiner Meinung nach sehr interessant, denn man kann die persönliche Ubuntu Cloud als Synchronisationsschnittstelle für seine Kontakte nutzen. Es ist sehr einfach mit seine Kontakte über Evolution in die persönliche Cloud zu bekommen, wie ich bei einem Test schon sehen konnte. Damit sind die Kontakte für verschiedene Ubuntu Systeme zentral an einem Platz verfügbar.

Wie ich eben gelesen habe ist es mit "Mobile Contacts Sync" nun auch möglich diese Cloud Kontaktdaten mit dem Mobiltelefon Adressbuch oder Thunderbird, Outlook auf Windows und dem Mac Adressbuch synchron zu halten. Das ist wirklich interessant.

Diese neue Funktion ist aber nicht unentgeldlich zu erhalten. Wer sie nutzen möchte, muss nach einer 30 Tage Testphase das UbuntuOne Upgrade für mehr Funktionen machen. Es schlägt mit 10 US-Dollar monatlich dann zu Buche und bietet dann aber auch 50 GB Wolkenplatz. Ob einem das monatlich angemessen erscheint muss jeder selber für sich entscheiden.

Die Firma Canonical, die hinter Ubuntu steht, hat mit dieser Version einen großen Schritt gemacht. Ich bin sicher wir werden nach und nach noch weitere Dienste und Funktionen serviert bekommen.

Ich bin mit der kompletten Ubuntu Umgebung, die mit den Jahren sehr erwachsen geworden ist, selber sehr zufrieden. Immer wieder habe ich das Upgrade auf die nächste Version gemacht. Eine komplette Neuinstallation für eine neue Ubuntu Version, wie man es von Windows System Upgrades kennt, ist mir unter Ubuntu bisher noch nicht untergekommen.

Es ist gut, eine Alternative - mit einem meiner Meinung nach sehr guten System - zu haben. Wo ich gerade so darüber nachdenke...also ich würde mich für die Entwicklung eines Ubuntu-Pad schon sehr interessieren ;-)

PS: Hier gibt es den Ubuntu Download http://www.ubuntu.com/getubuntu

Freitag, 16. April 2010

TeamViewer für Linux

Ich nutze für die Pflege von privaten Rechnern das Programm TeamViewer.

Der Haupteinsatzzweck ist dabei bspw. bei Tante M. mal kurz nach dem Drucker online schauen oder im Familien und Freundeskreis bei B. und A. mal kurz online direkt zeigen wie man seinen Rechner auch alleine sicher und auf dem aktuellen Stand hält.

Das war eine der wenigen Gelegenheiten, wo ich bisher noch meinen Windows Rechner starten musste.

Deshalb finde ich es wirklich gut, als ich bei Nodch.de über den ubuntuusers.de Planeten von der Möglichkeit TeamViewer auch unter Linux einzusetzen gelesen habe.


Es ist glaube ich im Moment zu verschmerzen, das die Linux Version nur eine angepasste TeamViewer Wine Version ist. Die Sache gefällt mir trotzdem. Besser wäre sicherlich eine native Version, aber vielleicht war den Entscheidern der Aufwand und die Kosten für Programmieren für unterschiedliche Plattformen zu hoch.

Im Blogeintrag ist zu Lesen, das die angepasste Version reibungslos inklusive aller bekannten Funktionen (z.B. Filetransfer) auf dem Ubuntu 64Bit Testssystem funktioniert hat.

Es gibt für Fernwartung von Linux Systemen noch die Möglichkeit über Empathy die Arbeiten auf dem anderen Rechner zu verrichten, wie einer der Kommentarschreiber mit einem Hinweis auf sein eigenes Blog linuxundich.de vermerkt hat.

Das wird doch gleich mal getestet bei nächster Gelegenheit ob das auf meinem System genauso funktioniert. Lassen wir uns überraschen.

Wer wie ich neugierig geworden ist, findet auf der Linux Seite von TeamViewer mehr Informationen und Möglichkeiten zum Download.

Dienstag, 6. April 2010

Erste Schritte mit Ubuntu 10.04 LTS

Ich habe es heute auch gemacht.

Mit einem "update-manager -d" ging der erste Rechner direkt in den "Beta1 LTS" Modus der nächsten Long Term Support Version Lucid Lynx von Ubuntu.

Nach dem Download der neuen Pakete ging es los.
Ich bin gespannt wie es sich entwickelt und wie stabil alles schon ist.

Mein erster Eindruck:
  • Neues Design ist ganz angenehm
  • Änderungen bei den Fenstern sind eigentlich kein Problem bei mir
  • Integration von Social Media Diensten in den Desktop (z.B. Gwibber) gefällt mir
  • Evolution mit E-Mail, Kalender und Kontakten wurde auf diesem Computer ohne Probleme hochgefahren
  • Liferea Caching hat sich laut einer Meldung (man muss Ordner ".Liferea_1.4" selbstständig noch löschen, wenn man möchte) geändert aber bisher keine Probleme festgestellt
Sieht gut aus. Macht Spaß in der Gnome Desktop Umgebung (Version 2.30.0) mit Ubuntu und Linux zu Arbeiten.

Als nächstes werde ich mir mal die Integration in die Wolke mit Ubuntu One und das Arbeiten mit Dateien sowie die Open Office anschauen.

Wer beim Lesen nun auch neugierig geworden ist, kann sich beim Wiki von ubuntuusers.de ein wenig über "Wacher Luchs" informieren.

In 24 Tagen wird der finale wache Luchs dann freigelassen :-)

Montag, 5. April 2010

iPad und Informationstechnologien

Gerade lese ich ein wenig  iPad Nachrichten.

Dabei sind mir einige Gedanken durch den Kopf gegangen zu IT-Verständnis, kommunalen Investitionen und dem Verständnis wie man Software verwendet.

Bei dem Artikel über das iPad wird von einer Frau geschrieben, die sich wundert, dass man an einem Windows Computer zweimal die Maus drücken muss um etwas auszuwählen.

Da stellt sich mir automatisch doch die Frage, wo man noch irgendwie etwas lernen muss, dass von anderen zum Bedienen vorgegeben wurde.

EDV/IT Unterricht in deutschen Bildungseinrichtungen

Man lernt fast überall bspw. wie man MS Word oder MS Excel benutzen muss. Das Verständnis zum Verwenden einer Textverarbeitungssoftware oder einer Tabellenkalkulationssoftware bleibt da meist auf der Strecke.
Man kann dann Microsoft Office aber kein anderes Textverarbeitungsprogramm. Das Verstehen dahinter geht verloren.

Was macht ein Auszubildender, dessen Arbeitgeber anstatt einem Microsoft Produkt eine andere bspw. freie Software wie Open Office einsetzt um seine IT Lizenz Kosten in der heutigen wirtschaftlichen Lage zu senken und zu optimieren?
Vielleicht sich beschweren, dass man den Schülern in der Schule nur das Funktionen-Schubsen eines einzelnen Produkts beigebracht hat?
Die Alternative ist dann Lernen beim Benutzen oder doch Geld für Lizenzen ausgeben, das man vielleicht auch anders investieren hätte können?

Kommunen investieren in IT von Schulen. Bund und Länder in Ministerien und andere öffentliche Einrichtungen

Warum wird dann immer meist die lizenzpflichtige Software genommen? Man sollte öfter auch mal darüber nachdenken, was man mit dem Geld, dass in falsche IT Investitionen gesteckt wird, obwohl substituierbare Software existiert, noch alles hätte finanzieren können.

Wie könnte eine mögliche Veränderung in der Zukunft sein?

Das gilt auch gerade für zukünftige Generationen. Verständnis und echtes Wissen wie eine Textverarbeitung funktioniert um mit allen möglichen Textverarbeitungsprogrammen  arbeiten zu können und gleichzeitig vielleicht sogar weniger Schulden die man in der Zukunft abbezahlen muss.